Whangarei ( geschrieben in Paihia , 25.2 )

Freitag, 01.03.2013
Jetzt bin ich erst seit einer Woche in NZ und habe bereits soviel unvergessliches erlebt wie sonst nicht in einem Jahr.

Seit meinem letzten Eintrag ist unglaublich viel passiert. 1 Tag nachdem ich im Whangarei Backpackers eingecheckt habe, habe ich die Schwedin Sarah kennen gelernt. Wir kennen uns viell. erst seit 5 Minuten als Sie mir anbietet, ihre Kreditkarte für meine Weiterreise zu benutzen, da ich selber noch über keine verfüge. Ich frage Sie, ob Sie Lust habe die Gegend um die Whangarei Falls zu erkunden und schon befinden wir uns auf dem Weg. Wie sich herausstellt, gibt es einen Pfad durch den Wald, der ins Stadtzentrum führt. Der Pfad ist nicht ganz ohne, da er mitten durch den "Dschungel" führt und man über Baumwurzeln einen steilen Hang erklimmen muss.Da wir uns aber quasi ununterbrochen unterhalten, fällt mir kaum auf, dass wir fast 3 Stunden unterwegs sind. Wir stoßen außerdem auf einen zweiten , kleineren Wasserfall der in ein unglaublich tiefes, bewachsenes Tal führt , und genießen dort die untergehende Sonne. Zurück im Hostel lassen wir den Abend bei Barbecue und Bier ausklingen. 

Am nächsten Tag nehmen wir uns vor, dem Pfad diesmal bis ins Stadtzentrum zu folgen. Nach einigem Gefrage und Herumgeirre schaffen wir es schließlich nach knapp 4 Stunden im Zentrum von Whangarei anzukommen. Erschöpft lassen wir uns am Hafen ins Gras fallen und halten Siesta. Als Sarah nach einer Stunde aufwacht, quatscht Sie mich erstmal verschlafen auf Schwedisch voll. Ich besorge mir noch Wanderschuhe im örtlichen Warenhaus bevor wir entscheiden den Bus zurück zum Hostel zu nehmen. 

Nachmittags treffen wir auf unseren Zimmerkollegen Florens aus Holland, der uns fragt, ob wir Lust haben zum Mount Parihaka Lookout zu wandern. Da ich meine neuen Schuhe testen will und es süchtig macht neue Gegenden zu entdecken, ziehen wir nun zu dritt los.

Florens ist ein professioneller Pokerspieler und hat einen Haufen Geld, entscheidet sich jedoch dazu, den bescheidenen Lebensstil eines Backpackers zu führen, was ihn mir gleich sympathisch macht. Er erzählt von unzähligen Tauchgängen und etlichen bisherigen Reisen und der interessante Gesprächsstoff vertröstet, dass wir nach 3 Stunden auf dem falschen Gipfel ankommen und den Lookout auf dem Nachbarberg sehen können. Trotzdem belohnt eine gute Sicht den anstrengenden Aufstieg über Stock und Stein durch dichtes Gebüsch, von dessen scharfkantigen Blättern ich jetzt noch, in Paihia am Strand liegend, kleine Schnittwunden an den Waden habe. 

Wir nehmen die Straße für den Weg zurück und versuchen unser Glück im Hitchhiking und nach 5 Minuten nimmt uns auch schon jemand mit und lässt uns am Hostel wieder raus. Dort schnappen wir uns direkt kaltes Heineken aus dem Kühlschrank, springen in den Pool und stoßen anschließend im hosteleigenen Whirlpool an und da ist er: der beste Schluck Bier den ich jemals irgendwo hatte. Die Haut brennt noch von der unerbittlichen Sonne, Jack Johnson läuft im Hintergrund und man merkt wie sich jeder Muskel von den Strapazen des Tages erholt.

Am nächsten Morgen geht es nicht weniger paradiesisch weiter: Um 9 Uhr morgens gehen wir am Becken der Whangarei Falls schwimmen und lassen uns von den herabstürzenden Wassermassen duschen. Trotz der niedrigen Wassertemperatur, eines der besten Erlebnisse bis jetzt.

    

Das war's erstmal, weitere Berichte sind in Arbeit ;)

Fotoupload klappt nicht deswegen muss ich bisschen tricksen und hänge im nachhinein dropboxlinks an die Artikel

http://db.tt/suIM7TEQ Whangarei Falls

http://db.tt/tMQO4Axk Lookout

Whangarei

Donnerstag, 21.02.2013
Da es mir nicht möglich ist meinen Aufenthalt im Bamber House zu verlängern, breche ich spontan auf , organisiere ein Hostel und einen Bus.

Mit tierischen Halsschmerzen, allmählich nach Jobs drängenden Geldlöchern und der Ungewissheit was mich erwartet, setzte ich mich in den Intercity Richtung Whangarei. Meine anfänglichen Pläne mich in Auckland mit Schuhen, Schlafsack und Zelt auszurüsten wurden durch die horrenden Preise dort vernichtet. Neuer Plan: in eine der kleineren Städte Ausschau halten. Die Busfahrt nach Whangarei ist unglaublich schön. Überall Regenwald und die exotischsten Wälder , so, dass es mich nicht gewundert hätte, wäre ein Flugsaurier durchs Geäst gebrochen.  Neuseeland ist, seitdem der große Urkontinent Gondwana auseinander brach isoliert und dementsprechend sehen die Wälder hier aus. Ich fahre an karibisch anmutenden Küsten und bergigen Gegenden vorbei , die sich mit saftigen Wäldern in den verschiedensten Grüntönen die Hand geben.

In Whangarei werde ich von Allison, der Hostelbesitzerin abgeholt und zum "Whangarei Falls Backpacker" gebracht. Wie der Name schon vermuten lässt liegen selbige 2 Minuten Fußmarsch entfernt. Das Hostel selbst ist richtig gemütlich, ich werde von meinem Dormmate Robert empfangen , der mich, wie es für einen Kanadier wohl üblich ist, auf ein Bier einlädt.

Nachdem ich mich eingerichtet habe, gehe ich los zu den Whangarei Falls. Es
ist unglaublich wie schnell man hier von der Zivilisation in den dichten Regenwald kommt. Von den Falls aus führt ein 30 minütiger Fußweg zu einem Kauripark in dem riesige Bäume stehen. Die Wälder hier sehen aus als seien Sie in der Zeit eingefroren...

Devonport 17.02

Sonntag, 17.02.2013
Der erste Morgen im Bamber House ist gelassen. Ich bereite mein Frühstück in der gut ausgestatteten und sauberen hostelküche vor und da es mich reizt endlich zum ersten mal in den Pazifik zu springen frage ich JB ob er lust habe Devonport zu sehen. Er hat zufälligerweise dieselbe Idee gehabt und schon saßen wir im Bus Richtung Auckland Harbour. Dort angekommen besorgen wir uns Tickets für die Fähre nach Devonport und fahren, eingekesselt von den größten Kreuzfahrtschiffen die ich jemals sah, davon. 12 Minuten später in Devonport angekommen stoßen wir zufälligerweise auf das Devinport Food , Wine & Music Festival. Es spielen Bands, deren Sound mit dem Wind in alle Richtungen getragen wird und selbst nach einem 20-minütigem Spaziergang Richtung Strand noch zu hören war. Die Atmosphäre hätte demnach nicht besser sein können als wir endlich ins Wasser springen. Das Wasser ist unglaublich erfrischend und am Horizont tut sich die Vulkaninsel Rangitoto auf. Ich entdecke beim Schwimmen schwarzes Vulkangestein am Rand des Strandes und eine kleine Höhle und mache mich auf den Weg dorthin. Wir entscheiden, uns trocknen zu lassen und den Felsen folgend die Gegend zu erkunden. Dabei stoßen wir zufällig auf das North Head Reservation Centre bei dem es sich um einen alten inaktiven Vulkan handelt. Dort befinden sich alte Bunkeranlagen aus dem zweiten Weltkrieg ( Schutz vor Japan ) und ein Weg auf den Gipfel. Nach 15 Minuten kommen wir dort an und haben eine 360 Grad Sicht auf den Rest Aucklands. Das sollte aber noch überboten werden ;)


http://db.tt/RnkKBsr4 Devinport Strand
 
http://db.tt/N0TaG401 North Head Panorama auf Auckland

http://db.tt/JiiEt4YY North Head View

http://db.tt/J9n2AuLs Devinport Strand und Vulkaninsel Rangitoto

Ein herzliches Willkommen

Samstag, 16.02.2013
Nach dem anstrengensten Flug meines bisherigen Lebens bin ich nun endlich in Auckland angekommen. Im Flugzeug hab ich einen Koreaner namens Ti kennengelernt, der auf Beethoven steht und als Zeichen der Anerkennung dieselbe Frisur trägt. Ti ist 40 Jahre alt und hat seinen Job als Versicherungsmakler hingeschmissen um in Auckland Englisch zu studieren, was ich bewundernswert finde.

Nach leichten Problemen bei der Passkontrolle ( im deutschen Reisepass kann man kaum zwischen einer null und einem O unterscheiden ) musste ich etwas Geduld aufweisen, um meinen Reisepass mit einem freundlichen " Sorry pal, here you go, have a nice stay " und einem Zwinkern zurück zu bekommen.

Nun sollte ich endlich zum ersten Mal das einzigartige Klima Neuseelands zu spüren bekommen: Eine erfrischende Meeresbrise kombiniert mit starker Sonnenstrahlung und unglaublich klarer Luft, obwohl ich mich in der größten Stadt Neuseelands befinde. Der Busfahrer begrüßt mich mit einem" Hey, how are you " und nachdem ich ihn frage " could you drop me off at the top of view road, Mt. Eden? " gehts los Richtung Hostel und der langersehnten Dusche. An der Bushaltestelle fragt mich der Fahrer noch ob ich zum ersten Mal hier sei, bietet mir ein Coupon-Heft an und beschreibt mir den Weg zum Hostel.

Mount Eden teilt sich den Namen mit dem des Paradieses nicht zu Unrecht. Die lautesten Geräusche kommen aus der reichlich vertretenen Flora und Fauna und  erinnern mehr an einen Dschungel als an eine Stadt. Überall fliegen riesige Schmetterlinge rum und die vielen Holzhäuser verbreiten einen relaxten Charme. Am Bamber House Hostel angekommen, fühle ich mich dort gleich wohl. Auf der Terasse spielt jemand Gitarre und es herrscht allgemein eine familiäre und relaxte Atmosphäre. Genau das was ich nach dem Stress der letzten Tage brauche.

Nach der nötigen Dusche stellt sich der Gitarrenspieler von Vorhin als Jean Baptisté vor und bietet mir ein Bier an.







Fortsetzung folgt ..

Test

Donnerstag, 14.02.2013
Test

Bald geht es los

Donnerstag, 14.02.2013

Dies ist der erste Eintrag in meinem neuen Blog. In Zukunft werde ich hier über meine Erlebnisse im Ausland berichten.